Der weite Norden von Argentinien

28.10.2019

Von Uyuni geht es über kurvige Strassen nach Tupiza. Allmählich wird es wieder grüner und wärmer. In Tupiza gastiert ein Jahrmarkt, welchen wir mit unseren Kids nicht auslassen können. So geniessen wir hier die bolivianische Olma!!!

Die Bahnen sind etwas günstiger und dementsprechend auch abenteuerlicher. Die technischen Mängel fallen wahrscheinlich nur Frank auf, denn die Kids und Tatjana stürzen sich ganz unbekümmert auf jede Bahn. Am Abend besuchen wir dann noch die Zirkusvorstellung und dürfen 2 Stunden, wie die Hühner auf der Stange sitzen. Frank ist dann froh, als es vorbei ist, doch die Kids sind vom Programm begeistert. Von Tupiza geht es über die Grenze nach Argentinien. Am Zoll ist viel Betrieb und überall hat es lange Warteschlangen. Frank würde am liebsten wieder umdrehen und es morgen nochmal versuchen. Doch wir haben den leeren Schalter entdeckt, welcher eigentlich nur für Argentinier gedacht ist und so halten wir dem Zöllner nichts wissend unsere Pässe entgegen. Dieser hat dann ohne zu Zögern uns die Einreise genehmigt. Auch die Einfuhr unseres Lasti geht dann plötzlich sehr schnell. Die Zöllnerin sieht die Kids und so dürfen wir in der Reihe nach vorne rücken.

Ohne weitere Kontrolle des Fahrzeuges fahren wir anschliessend nach Argentinien. Wir decken uns mit Lebensmittel ein und fahren Richtung Salta.

Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir nun Richtung Osten nach Uruguay oder südwärts nach Patagonien fahren. Das letzere würde bedeuten, dass wir erst nächsten Sommer in die Schweiz zurückkehren. Wir entschliessen uns, dass wir an Weihnachten wieder zuhause sein wollen. Vor einem halben Jahr wäre der Entscheid noch anders ausgefallen. Vorwiegend sind es die Kids die uns zu diesem Entscheid brachten. Wir alle freuen uns jetzt auf die Schweiz und merken doch auch, dass wir etwas Reisemüde sind. Nun bleiben uns noch 8 Wochen bis zu unserer Rückkehr. Dieser Gedanke ist noch etwas ungewohnt und macht uns trotz der Vorfreude auch traurig. Die unvergessliche Zeit wird bald vorbei sein.

Vor Salta fahren wir bei Hornocal nochmals auf über 4300 m.ü.M.. Dort gibt es bunte Felsformationen zu bestaunen. Oben treffen wir per Zufall auf Pascal und Christina aus der Schweiz. Wir haben sie in Bolivien schon mal getroffen. Natürlich stellen wir uns neben sie und verbringen einen gemütlichen Abend zusammen.

In Salta gibt es neben einer Seilbahn von Garaventa nichts grossartiges zu sehen. Der übliche Stadtbummel, welcher vorwiegend Tatjana begeistert.

Von Salta fahren wir rund 900km Richtung Osten. Die Strecke ist langweilig und wir fahren sie in 3 Tagen durch. In der Nähe von Resistencia machen wir einen Abstecher zum Ibera Nationalpark. Über eine Offraodpiste geht es rund 30km in ein Sumpfgebiet, welche sehr tierreich ist. Es hat unzählige Wasserschweine, welche das frische Frühlingsgras am Wegrand fressen. Mit dem Fahrrad machen wir eine Runde im Park. Dabei kommen wir nicht nur den Wasserschweine sehr nahe sonder auch den Kaimanen, welche auf dem Weg liegen. Die Kids benötigen etwas Mut um an ihnen vorbeizufahren. Wir versuchen unseren Kids die üblichen Verhaltensregeln, welche in einem solchen Park zu befolgen sind zu erklären. Unter anderem auch, dass man die Tiere nicht aufscheuen darf. Am Abend campieren wir bei der Rangerstation und da sehen wir das unglaubliche. Der Ranger selber und unseren Kids düsen mit ihren Fahrräder quer über die Wiese und scheuen die Wasserschweine herum. Tja, was soll man da noch als Eltern "betreffend Verhaltensregeln im Park" sagen.

 

Unser nächstes Zwischenziel sind die Iguazu Wasserfälle. Wir übernachten auf einem Parkplatz eines Hostels und treffen wieder auf ein schweizer Reisepaar. Christopf und Astrid bereisen Südamerika, haben auch Enkelkinder uns dementsprechend offen sind sie unseren Kids gegenüber. Hier erkennt man, dass der Entscheid für unsere Rückkehr richtig war. Die Kids geniessen jede Minute, in welcher sie mit jemand fremden schweizerdeutsch sprechen können. Vor Iguazu besichtigen wir eine Edelsteinmine, welche super beeindruckend ist. Auf der Tour suchen sich Lenn und Layla kleine Edelsteine zusammen und hoffen, dass der Guide sie dabei nicht erwischt.

 

In Puerto Iguazu besichtigen wir die argentinische Seite der Wasserfälle. Eine super touristischer Knotenpunkt. Die Fälle sind ziemlich imposant, doch der Touristenansturm ist genau so gross. Da es keine gute Stellplätze auf der argentinischen Seite gibt, entscheiden wir uns noch am Abend die Grenze nach Brasilien zu überqueren. An der Grenze haben die Brasilianer dann ihre Mühe das Zolldokument für den Lasti auszudrucken. Frank sammelt sich und warte geduldig eine Stunde bis die 3 Beamten dann endlich den Drucker zum laufen bringen. Schon wenige Meter nach der grenze spürt man den höheren Lebensstandard in Brasilien. Welcome back in der Konsumwelt!!!

Wir geniessen den Einkauf im gut ausgestatteten Supermakt. Schon länger hatten wir keine so grosse Auswahl an Lebensmittel.

Wir verbringen einen Tag auf einem Camping inklusive Pool. Dort treffen wir Eugen und Conny aus der Schweiz, welche bereits 2.5 Jahre unterwegs sind. Mit ihnen besuchen wir die Iguazu Wasserfälle auf der brasilianischen Seite. Die Kids hängen an den beiden als ob wir uns schon länger kennen würden.

Wie schon gefühlte hundert Mal verabschieden wir uns am nächsten Tag einmal mehr von sympathischen Menschen. Wir fahren anschliessend weiter Richtung Küste. Rund 800 km Strasse liegen vor uns. Wir planen diese Strecke in 3 Tagen zu durchfahren. Wir übernachten bei einem Camping. Dort treffen wir bereits wieder auf Schweizer. Emil und Liliane reisen bereits 35 Jahre um die Welt und das immer mit dem gleichen Auto. Unglaublich!!!! Sie sind sogar im Guinness Buch und halten somit den Weltrekord für die längste Reise. Wir erzählen uns am Abend viele interessante Geschichten. (www.weltrekordreise.ch) Nach 3 Tagen erreichen wir endlich den Atlantik. Das Wasser ist nicht so warm wie in Zentralamerika, doch wir können baden. Lenn und Layla gehen bei den Fischer auf Abenteuersuche und bringen wie gewohnt wieder frischen Fisch mit. Die Zeit vergeht unglaublich schnell und es sind nur noch 6 Wochen bis wir den Lasti zur Verschiffung abgeben.

 

 

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