San Pedro de Atacama

07.10.2019

Der Weg nach San Pedro de Atacama (SPA) ist unspektakulär. SPA ist überfüllt mit Restaurants, Hostels und Tourbüros, welche alle die gleichen Sehenswürdigkeiten anbieten. Hunderte von Backpacker strömen durch die staubigen Strassen. Das Dörfchen haben wir schnell gesehen. Für uns imposanter sind die Landschaften um SPA herum. Wir durchfahren das Tal "Valle de la Luna", welches die Erdplattenverschiebung ersichtlich macht, wir baden in den Salzlagunen von "Baltinache" und sind erstaunt über den Auftrieb, wir übernachten im " Valle del Arco iris" (Regenbogental) und können so die farbigen Erosionen ohne Touristenrummel bestaunen. Auch wenn SPA super touristisch ist hat sich der Besuch gelohnt. Nach einer langen Fahrt geht es nochmals auf 4600 m.ü.M. zu den Lagunen Miscanti und Miniques, welche sich zu Füssen ihrer gleichnamigen Vulkane befinden. Wir übernachten immer in der Wüste. Da ist nicht viel in der Umgebung ausser Sand und Erde. Dennoch erfinden unsere Kids immer wieder neue Dinge um sich zu beschäftigen.

Bevor es über die Grenze nach Bolivien geht möchten wir nochmals unsere Wassertanks auffüllen und so fahren wir zum ersten Mal in Chile zu einem Camping. Leider dürfen wir kein Wasser tanken, da Wasserknappheit herrscht. So können wir nur hoffen, dass wir auf der Route nach Uyuni irgendwo bei einem Fluss wieder Wasser auftanken können. Sauberes Wasser in grossen Mengen ist hier ein rares Gut und nicht leicht zu finden.

Am Morgen füllen wir die Dieseltanks nochmals ganz voll, da für Ausländer das tanken in Bolivien nicht ganz einfach ist. Zudem verstauen wir unser frisches Obst, Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte im Lasti bevor wir zur Grenze kommen. Nun fahren wir von 2500 m.ü.M. stetig in die Höhe auf 4700 m.ü.M. Der Grenzübergang ist einfach und nicht mit Zentralamerika zu vergleichen. Die erste Nacht in Bolivien verbringen wir kurz nach der Grenze im Windschutz eines Hostels. Es ist kalt und super windig. Mitten in der Nacht hören wir einen Knall und anschliessend ein knirschen. Frank vermutet schon, dass jemand sich an unseren vollen Dieseltank zu schaffen macht. Doch draussen ist nichts als ein sternenklarer Nachthimmel. Es knirscht weiter. Nun muss Frank aufstehen und nachsehen von wo das Geräusch kommt. Schnell ist die Ursache gefunden. Wir trauen unseren Augen nicht. Das grosse Dachfenster ist in tausend Stücke zersprungen. Zum Glück ist nur die innere Scheibe der Doppelverglasung zersplittert. Das Glas hat dem Innendruck der Doppelverglasung nicht standgehalten. Am Morgen reinigt Frank die Splitter weg und bastelt sich mit Furrer's Schwanzschnur und einem Saugnapf einen neuen Verschluss für die noch ganze Scheibe. Ein Dank an das Müller-Team!!! Wir haben einmal mehr Glück im Unglück und unser Schneckenhaus bliebt verschlossen. Hoffen wir, dass sie äussere Scheibe noch eine Weile hält. Wir freuen uns auf die kommenden Tage, es geht quer durch die Wüste des Altiplano, über einen Pass der 4800 m.ü.M. liegt und auf den grössten Salzsee bis nach Uyuni.

 

 

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