Iquique

28.09.2019

Wir haben eine lange Reise hinter uns. 1 h mit dem Speedboot von den San Blas Inseln zur Küste, 3 Stunden 4x4 Autofahrt von der Küste zum Flughafen Panama City, am Abend dann ein Flug nach Santiago de Chile und schlussendlich noch ein Inlandflug nach Iquique. Nach 24h auf den Beinen sind wir nun froh, dass wir in unserem AirBnB-Unterkunft angekommen sind.

Iquique hat nicht viel zu bieten, jedoch liegt unsere Wohnung nahe am Strand und dort gibt es viele Spielplätze. Da unser RoRo-Schiff bereits in Panama Verspätung hatte und nun auf dem Weg nach Chile eine weitere Verzögerung hinzukam müssen wir schlussendlich 10 Tage in Iquique ausharren. Zum Glück können wir die Mietzeit der Wohnung einfach verlängern. Die Zeit vergeht schlussendlich doch schneller als erwartet. Stadtbesichtigung, Tatjana's Geburtstag feiern, Spielplatz besuchen, Hafenbesichtigung....

Zur Verspätung des Schiffes kommt die Anspannung hinzu, ob unser Lasti wohlbehalten am Hafen ankommt. Man hört von vielen Einbrüchen in Autos und Wohnmobile.

Einen Tag vor der Ankunft des Schiffes geht Frank zum Büro der Reederei um das "Bill of Landing" abzuholen. Wie befürchtet kann hier niemand so richtig sagen, wie und mit welchen Dokumenten wir den Lasti aus dem Zoll (Hafen) bekommen. So macht sich Frank auf den Weg zum Hafen und versucht sich mit seinem Spanisch durchzufragen. Obwohl alle sehr hilfsbereit sind, sind wir am Abend nicht klüger. Endlich ist der Tag gekommen und unser Schiff liegt im Hafen. Leider gibt es nochmals Verzögerung bis unser Lasti abgeladen ist. Vergeblich versucht Frank nochmals beim Hafenbetreiber und beim Zoll den Ablauf abzuklären. Mittler weilen kennt man Frank bei den Eingangskontrollen am Hafen und beim Zollbüro. Das grosse Fragenzeichen ist, dass der Zoll ein Ankunftsdokument vom Hafenbetreiber benötigt um das TIP (Temporary Import Permit) auszustellen. Der Hafenbetreiber jedoch möchte gerne zuerst das TIP sehen damit er das Ankunftsdokument ausstellt und wir den Lasti aus dem Hafen fahren können. Hinzu kommt die Frage, wer den Lasti aus dem Hafen fährt. Die Reederei fährt den Lasti nur vom Schiff ins Hafengelände. Viele Fragen welche uns immer wieder durch den Kopf gehen. Wie lange werden wir noch in Iquique festsitzen?

Mit einem etwas mulmigen Gefühl geht Frank am Morgen zum Hafen. Nun aber direkt zur Schranke, bei welcher die Fahrzeuge das Hafengelände verlassen. Dort ist man sehr Hilfsbereit und ein Supervisor wird herbeigerufen. Nun gibt es eine Sicherheitsinstruktion auf Spanisch, wobei Frank ohne grosse Kenntnisse das Dokument unterschreibt. Nun kann Frank mit dem Supervisor zu einem Büro im Hafengelände um weitere Papiere zu unterzeichnen. Nun endlich begleitet ein Hafenarbeiter Frank zum Lasti. Phuu... auf den ersten Blick sieht alles ganz gut aus. Nun fährt Frank den Lasti zur Schranke und bekommt das Dokument für die Ankunft des Lasti. Jetzt schnell zum Zoll und dort wird dann auch ohne weitere Fragen das TIP ausgestellt. Jetzt geht es zurück zur Schranke und noch ein letzter Check. Der Zollbeamte bei der Schlusskontrolle ist ein Campingfreak. Dies erspart die Kontrolle von Chassis- und Motornummer und sogleich auch die Kontrolle vom mitgeführtem Essen. Offene Packungen, Früchte, Gemüse und Fleisch ist verboten. Kurz vor Mittag fährt Frank mit voller Erleichterung vom Hafen in die Stadt zur Wohnung. Dort stehen Tatjana und die Kids bereit. Wir laden unsere Taschen ein und nun heisst es schnell noch die wichtigen Besorgungen machen. Lasti auftanken, frische Lebensmittel besorgen und die Gasflaschen füllen lassen. Diese können wir nur in einer Hinterhofwerkstatt machen lassen, da hier die üblichen Gasstationen keine US- Gasflaschen auffüllen.   Der iOverlander-App sei Dank für diesen Hinweis. Mitte Nachmittag kommen wir bei der SCANIA-Werkstatt an. Dort können wir dann erstaunlich schnell die Einspritzmagnete abdichten lassen. Bereits 2 Stunden später fahren wir weiter Richtung Wüste nach Humberstone. 

 

Es ist schön, herrlich und einfach nur super, dass wir unseren Lasti wieder haben. Die kuscheligen Betten, die Küche, die Heizung... unser gemütliches Haus. Wir sind wieder Zuhause angekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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