San Blas

10.09.2019

Silvia, die Besitzerin vom Hostel, fährt uns mit ihrem Auto zur Marina von Linton Bay. Im Hafen werden wir bereits von Olivia erwartet. Sie ist 3 Jahre alt und seit Geburt mit dem Segelschiff unterwegs. Ihre Freude auf unsere Kids ist gross. Anna (Mutter von Olivia) zeigt uns das Schiff und unsere Kojen. Es ist der Wahnsinn und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. Es scheint so als ob wir bei der Auswahl des Schiffes ein Volltreffer gelandet haben. Daniel (Papa von Olivia und Kapitän) ist am Vorschlafen, denn die erste Nacht segeln wir gut 8 Stunden auf offenem Meer von Linton Bay zu dem San Blas Inseln. An Bord ist auch Bruno aus Brasilien. Er ist das Kindermädchen der Familie und unterstütz Daniel beim Segeln.

Gegen den Abend verlassen wir den Hafen und Ankern in der vorgelagerten Bucht für das Abendessen. Rund um das Schiff tauchen immer wieder Schildkröten auf. Unser erster Eindruck vom Leben auf dem Wasser ist unbeschreiblich.

 

Nach dem Essen ziehen wir im dunkeln die Segel hoch und gleiten in das schwarze Meer hinaus. Ziemlich unheimlich wenn man so geräuschlos durch die finstere Nacht segelt.

Als dann der Wellengang stärker wird, verkriechen wir uns in unsere kuscheligen Betten.

 

Am Morgen werden wir von der Ankerkette geweckt. Wir sind bei unserer ersten Insel angekommen. Bereits riecht es an Bord nach frisch gebackenem Brot und Kaffee. Nach dem Frühstück springen wir direkt ins warme Meer und entdecken unsere erste Insel.

 

Die nächsten 7 Tage verbringen wir auf dem Segelschiff mit Schnorcheln, Fischen, Inselentdeckungen, Stand-Up-Paddeln, Motorbootfahren, feinem essen,  Harpunenfischen...

 

Einige Geschichten und Eindrücke von unserem Segeltrip:

 

Motorboot:

Für die Kids ist es ein Highlight, wenn wir mit dem Motorboot zur Insel gehen. Dabei können sie sich selber als Kapitän behaupten, wobei Layla wie schon beim Motorradfahren gerne etwas zu viel Gas gibt. Geschwindigkeit scheint ihr im Blut zu sein.

Lenn geniesst den Spass auf dem Surfbrett, welches wir hinter uns herziehen. Das ist eine Gute Kombination, Layla gibt gerne Gas und Lenn versucht bei hoher Geschwindigkeit auf dem Surfbrett zu stehen. Für uns Eltern eine etwas nervenaufreibende Freizeitbeschäftigung der Kids, doch das Leben ist zu kurz um kein Spass zu haben.

 

Harpunenfischen:

Frank geht mit Lenn nur in den von Wellen und Strömungen geschützten Orten Harpunenfischen. Lenn hat von Daniel seine eigene Harpune bekommen und ist sichtlich stolz darauf. Die kleinen Fische sind jedoch ziemlich flink und Lenn hat mit seiner kurzen Harpune wenig Change einen Fisch zu schiessen. 

Möchte man grössere Fische jagen, muss man schon ins grosse offene Meer hinaus. Da dort die Wellen am Riff brechen und es starke Strömungen gibt muss Lenn auf dem Segelboot bleiben.

Für Frank selber ist es ein Abenteuer sich zwischen den scharfen Riffen zu behaupten. Denn es gibt jeweils nur einen schmalen Kanal, welcher vom inneren Inselachipel durchs Riff ins offene Meer geht. Hat man die turbulente Strömung und Wellen hinter sich, breitet sich vor einem die grosse Weite des Meeres aus. Ein unvergessliches Gefühl. Frank versucht sich den Eingang des Kanal, welche zurück zum Motorboot geht zu merken, denn ansonsten ist das Wasser zu flach und die grossen Wellen, welche am Riff brechen zu heftig. Frank und Daniel gehen jeweils getrennte Wege und jeder jagt für sich. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die tiefe Weite des Meeres und das unbekannte und unheimliche unter Wasser zeigt sich von seiner schönen Seite. 5 Minuten nachdem Daniel seinen ersten Fisch geschossen hat ist bereits ein Hai in der Nähe. Erstaunlich wie schnell sie das Blut riechen. Beim Anblick des Hais kriegt Frank doch etwas schiss, denn beim Harpunenfischen hat man das Haifutter sozusagen in der Hand. Im schlimmsten Falle müsste man seine Beute dem Hai überlassen und hoffen, dass der Hai dann auch die richtige Beute wählt. Die Rückkehr zum Motorboot gestaltet sich dann wieder etwas schwieriger, denn unter Wasser sieht ja alles ziemlich gleich aus. Frank benötigt mehrere Anläufe bis er den Kanal wieder findet und zurück in ruhigere Gewässer schwimmen kann.  

Beinahe jeden Tag sind Frank und Daniel hinausgefahren und haben so für den frischen Fisch auf dem Grill gesorgt.

 

Flaschenpost:

Es ist bereits späterer Nachmittag da entdeckt Daniel eine Flaschenpost im Wasser. Schnell springt Lenn auf das Stand-Up und sichert sich den Fund. Die Aufregung ist gross, da sich in der Flasche eine Schatzkarte befindet. Die Kids merken schnell, dass es bei der Karte um die Insel handelt, bei welcher wir vor Anker liegen. Piraten müssen da in der Nähe sein...

Jetzt alle los, wir lassen das Motorboot ins Wasser, rüsten uns mit Messer, Taschenlampe und Machete aus und fahren mit Vollgas zur Insel. Die Anspannung ist den Kids ins Gesicht geschrieben. Mit grösster Vorsicht bewegen wir uns auf der Insel zur markierten Stelle. Frank wirft unbemerkt ein Stein ins Gebüsch, sodass sich alle unglaublich erschrecken. Nun glauben definitiv alle Kids, das hier noch Piraten sind. Wir stehen zusammen um uns gegen die Angreifer zu schützen und suchen weiter nach dem Schatz. Layla hat in dann entdeckt und geborgen. Wau.. ein echter Piratenschatz!!! Nun schnell Rückzug... zurück ins Boot und dann schnell weg von der Insel. Das Geschrei und die Erleichterung im Motorboot ist riesig. Gemeinsam öffnen die Kids den Schatz und freuen sich über die Münzen und die Süssigkeiten. Im Hintergrund klopfen sich Daniel und Frank gegenseitig auf die Schultern und geniessen es, dass sie als Organisator unentdeckt bleiben. Doch dann bemerkt Lenn, dass das Tupperware, in welchem der Schatz ist eine Ähnlichkeit mit jenen auf unserem Schiff hat. Tja diese Erkenntniss bringt in noch menge Stunden zum grübeln und er weiss bis heute nicht ob es nun richtige Piraten waren.

 

Segeln:

Von einer Insel zu anderen sind wir jeweils mit dem Segel unterwegs. Die Segeldauer beträgt jeweils eine  halbe Stunde. Das längste waren 3 Stunden. Während dieser Zeit wird es dann häufig etwas ruhiger auf dem Schiff, da auch der Wellengang zunimmt. Jeder liegt dann irgendwo auf dem Schiff, wo es einem Bequem ist. Neben den kleinen Wellen  gibt es da noch die grossen rollenden Wellen welche einem mächtig vorkommen. Es ist wie auf einer Berg und Tal fahrt. Daniel erinnert uns, dass bei einer Atlantiküberquerung diese Wellen gut 10-15 Meter hoch sein können. Wau, da sind wir mal froh, dass wir von den  vorgelagerten Inseln immer noch etwas Geschütz sind.

Einmal zeigen sich sogar Delfine, welche das Boot begleiten. In einer unglaublichen Geschwindigkeit gleiten die Delfine durchs Wasser und kurven um unser Schiff herum.

 

Schnorcheln:

Als Familie gehen wir mit dem Motorboot alleine die umliegenden Inseln erkunden. Legen unseren eigenen Anker und gehen schnorcheln. Auch Layla ist mittlerweile eine echte Meerjungfrau und schwimmt wie ein Fisch und ohne Furcht im grossen Meer. Lenn hat immer seine Harpune griffbereit und hofft auf seinen Fang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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