Reiseferien

25.04.2019

Die ersten Nächte in Mexiko verbringen Erika und Roli alleine in einem Hotel, bevor es anschliessend in eine gemeinsame Wohnung geht. Da wir nun Erika und Roli früher als erwartet getroffen haben, wäre es optimal wenn wir den Lasti in der Nähe ihres Hotels parkieren könnten. So entschliessen wir uns den Lasti am ersten Abend in Playa del Carmen in eine Nebenstrasse gleich neben dem Hotel zu parkieren. Wir lassen die Kids bei Erika und Roli im Hotelzimmer und machen uns auf den Weg. Das erste Problem haben wir bereits beim Herausfahren aus dem Parkplatzgelände. Wir kommen nicht aus der Ausfahrt, da zu viele Auto zu eng stehen und müssen über die Einfahrt den Parkplatz verlassen. Der Parkwächter öffnet uns nach einer höfflichen Bitte zum Glück die Schranke. Nach dem wir den Gegenverkehr bei der Einfahrt bewältigt haben sind wir dann endlich auf der Strasse und da kündigt sich bereits das zweite Problem an. Wir haben eine kleine Nebenstrasse erwischen und nun hängen die Äste der Allee so tief, dass wir nur im Schritttempo fahren können. Teilweise muss Frank beide Augen zudrücken und er hofft, dass die Solaranlage den Ästen stand halten. Es gibt kein Zurück, da es viel Verkehr hat und ein Wenden unmöglich ist. Hinter uns liegen dann Blätter und ganze Äste auf der Strasse. Bald haben wir es geschafft und die nächste grössere Strasse ist in Sicht. Doch oh schei.... da steht auch schon die Polizei am Ende der Strasse und winkt uns nicht nur aus Freude zu. Frank sucht sich eine Ausfahrt und holt vor dem Aussteigen tief Luft. Einige Glas Wein haben wir ja bereits getrunken. Als erstes klärt uns der Polizist über das LKW-Fahrverbot in der Touristenzone auf! Ahh nun ist uns klar weshalb hier die Äste so tief hängen. Als zweites versichert er uns, dass dies eine Busse geben wird und drittens möchte er alle Ausweise sehen. Die Ausweiskopie, welche griffbereit wären genügen ihm nicht. So kraxelt Frank in den Koffer und holt die gewünschten Ausweise. Nach der langen Wartezeit und dem spanischem Smalltalk ist dem Polizist wahrscheinlich dann entfallen, das er uns eigentlich eine Busse geben wollte. Er erklärt uns höfflich den Weg hinaus aus der Stadt und wartet anschliessend gemütlich auf seinem Motorrad bis wir uns auf den Weg machen. Und nun??? Eigentlich hatten wir Glück, dass er uns keine Busse gab, jedoch sitzen nun unsere Kids im Hotel, und wir mit einem Polizisten im Nacken auf dem Weg aus der Stadt heraus. Nach einigen Kreuzungen war sich der Polizist dann wohl sicher, dass wir die Stadt verlassen und ist abgebogen. Wir entschieden uns zurück in die Touristenzone zum vorherigen Parkplatz zu fahren. Dabei hoffen wir, dass wir dem Polizisten nicht noch einmal über den Weg zu fahren. Die Idee, den LKW direkt in der Nebenstrasse beim Hotel zu stellen haben wir auch verworfen. Durch Umwege über den Strassenstrich von Playa del Carmen haben wir es dann ohne Zwischenfälle zurück geschafft. Der Parkwächter hat nicht schlecht gestaunt, als wir nach einer halbe Stunde wieder auf den Platz fahren. Wir laufen zurück zum Hotel und da erwartet uns Lenn und Roli schon. Sie haben sich bereits Sorgen gemacht. So stehen wir also nicht direkt neben dem Hotel sondern ca. 400m entfernt. Es sind ja nur 3 Nächte und dann haben wir eine gemeinsame Wohnung in einem Hotelkomplex gemietet. Wir verbringen die ersten 3 Tage als Hotelcrasher in der luxuriösen Hotelanlage. Obwohl wir jeweils am Abend und am Morgen voll bepackt mit Badeutensilien an der Hotelsecutity vorbeilaufen müssen gehen sie heute wahrscheinlich noch davon aus, das wir Hotelgeäste sind. Layla wagt es sogar eine Nacht im Hotel zu verbringen.

Heute hat Lenn Geburtstag. Er hat sich riesig auf seinen Tag gefreut und natürlich auch das Moma und Popa mitfeiern können. Gerne hätte er ein Fest mit seinen Freunden gemacht doch es war im schnell klar, dass dies nicht möglich ist. Tatjana hat den Lasti mit viel Liebe geschmückt. So feiern wir einmal im Lasti und anschliessend auch noch im Hotel bei Erika und Roli.

 

Nach 3 Tagen freuen wir uns alle auf die gemeinsame Wohnung. Roli und Erika fahren mit einem Taxi und wir mit dem LKW, wobei wir gleich noch einen Wocheneinkauf erledigen. Die Wohnung liegt in einem Hotelkomplex und dieser wiederum in einem überwachten Quartier. Als wir mit dem LKW an die Schranke der Security kommen machen diese grosse Augen und lassen uns erst mal nicht passieren. Die Security glaubt nicht, dass unser Hotel einen geeigneten Parkplatz für uns hat, und auf der Strasse dürfen in diesem Quartier keine Fahrzeuge stehen. Frank mogelt ein wenig und erklärt, dass er mit der Vermieterin der Wohnung die Parkplatzsituation geklärt hat und gemäss dem Mietvertrag haben wir ja schliesslich auch einen Parkplatz zu Verfügung. (jedoch ohne Grössenangabe) Nach einigen Telefonaten ist mittlerweile auch die Chefin auf Platz. Diese kontaktiert unsere Hotel. Wir dürfen nur durch wenn sie das OK geben. Als dann die Chefin wieder weg war, hat uns der Security erstaunlich schnell die Barriere geöffnet. Selbstverständlich haben wir nicht mehr nachgefragt. Durch das Quartier ist es wieder einmal eng. Überall stehen tief hängende Palmen in der Strasse. Es folgen uns drei Security auf ihren Motorräder und beobachten uns, damit wir keinen Landschaden anrichten. Beim Hotel angekommen kratzen sich die Platzanweiser vom Hotel am Kopf und können uns nach dem Umparkieren eines anderen Autos einen perfekten Parkplatz zu Verfügung stellen. Natürlich bedanken wir uns mit einem Trinkgeld für diese Anstrengung. Die drei Security auf den Motorräder verabschieden sich erst, nachdem der LKW endgültig auf dem Parkplatz steht.

 

Pünktlich, als wir unser Gepäck und den Einkauf in der Wohnung haben, kommen Erika und Roli mit dem Taxi an. Schnell fühlen wir uns wohl in unserer tollen Wohnung und wir geniessen die gemeinsame Zeit ohne immer wieder in den Lasti rennen zu müssen. Wir baden viel, machen Spiele, kochen, essen fein, erholen uns von der Hitze, geniessen das Zusammensein und das Nichtstun. Auch wenn wir hier eine private Wohnung gemietet haben, dürfen wir alle Annehmlichkeiten des Hotels benutzen.

 

Nach 2 Tagen kommt uns Peter, bekannt als Reisepeter besuchen. (www.reisepeter.ch) Er kommt aus Landquart und reist mit einem Motorrad. Wir haben einander schon gefühlte 1000 Mal verpasst und so haben wir uns riesig über das Kennenlernen gefreut.

 

Nach einigen Tagen klagt Lenn leider wieder über Ohrenweh und diesmal sind die Schmerzen so stark, dass wir uns entscheiden ins Krankenhaus zu gehen. Wie befürchtet sind beide Ohren entzündet und Lenn muss Antibiotika nehmen.

 

Frank hat während dem Hotelaufenthalt einen Termin bei einer Scania-Werkstatt gebucht, da ein Service ansteht. Ein komisches Gefühl; Frank verabschiedet sich am Morgen und fährt mit dem Lasti davon. Irgendwie haben wir uns so aneinander gewöhnt, das uns das alleine unterwegs sein fremd vorkommt.

 

Die Zeit vergeht und die 10 gemeinsame Tage sind wie im Flug vorbei. Am letzen Abend verabschieden wir uns von Erika und Roli und verbringen unsere letzte Nacht noch alleine in der Wohnung. Es war eine super schöne und entspannte Zeit. Wir haben die beiden sehr genossen und finden es schön, dass sie die lange Reise auf sich genommen haben uns zu besuchen. Mit einem weinenden Auge nehmen wir Abschied.

 

 

 

 

 

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